Montag, 25. Mai 2015

Liebe Leserinnen,
Liebe Leser,

Puuuh... Erst einmal tief Luft holen und etwas verschnaufen! Im letzten Monat gab es sehr viel zu tun, was der Grund ist, dass ich mich erst jetzt wieder melde. Einige treue Leser(innen) haben sich bereits persönlich bei mir gemeldet, um zu schauen, ob es mir gut geht und warum es keine Blog Einträge in der letzten Zeit gab. Zunächst einmal möchte ich mich dafür aufrichtig entschuldigen. Ich werde versuchen, vor allem jetzt, wieder regelmäßig Einträge für Euch zu verfassen.
Warum vor allem jetzt? Naja, so traurig es mich auch stimmt, ich bin leider nur noch für 75. Tage in dem wunderschönen Südafrika... Aber über meine Abreise möchte ich jetzt noch gar nicht denken!
Der heutige Eintrag handelt von einem Adrenalin geladenen Erlebnis.
Vom 09.05.-15.05.2015 war ich im Urlaub auf der Garden Route. Die Garden Route, auf afrikaans auch „Tuinroete“ genannt, ist eine Region an der Südküste Südafrikas. Sie erstreckt sich von Mosselbay in der Provinz Westkap bis nach Port Elizabeth im Ostkap.
Ich bin die gesamte Strecke, bis nach Port Elizabeth, mit dem Auto gefahren. Es waren um die 1800Km, die ich zurückgelegt habe.
Für den ersten Tag war etwas nerven aufreibendes geplant.... Shark Cage Diving in Hermanus stand auf dem Programm!
Am Morgen wurden wir um sieben Uhr am Hafen von Kleinbaai erwartet. Dort wurden wir informiert, auf was wir uns so alles einlassen, auch wenn der Meeresbiologe versuchte uns die Angst zu nehmen, so war mir doch etwas mulmig.
Doch großartig Zeit, um über das Bevorstehende nachzudenken gab es nicht. Wir fuhren mit dem Boot raus auf das offene Meer, ca. fünf Kilometer von der Küste entfernt. Als wir an dem vorgesehenen Punkt ankamen ging alles ganz schnell. Ruck-zuck wurden die Köder ausgeworfen, um den Geruch etwas zu intensivieren wurde auch noch Fischblut mit dem Wasser vermengt. Es hat keine zwanzig Minuten gedauert, bis der erste Hai unser Boot umkreiste. Sobald er gesichtet wurde, wurden uns auch schon die Neoprenanzüge in die Hände gedrückt und schwups saß ich in dem Käfig drin. Nebenbei gesagt kamen mir die Gitterstäbe ziemlich dünn vor, wenn man bedenkt, dass der größte Hai an diesem Tag ein weißer Hai war, der stolze dreieinhalb Meter maß. Es war ein wirklich eigenartiges Gefühl in dem Käfig zu stehen und auf das Kommando des Mitarbeiters zu warten, welches uns mitteilen würde, dass der Hai zum berühren nah ist und wir unter tauchen sollten, wenn wir ihn sehen wollten. Als es soweit war tauchte ich ganz mutig unter und da kam er auf mich zu geschwommen, mit seinem weit aufgerissenem Maul. Ich konnte mich beim besten Willen nicht beherrschen und so entglitt mir ein lauter, leicht hysterischer Schrei, wohlgemerkt von Unterwasser. Das fand die Crew ziemlich witzig... Und um ehrlich zu sein war es das auch wohl.
Nach vier Stunden auf dem Wasser fuhren wir dann wieder zurück in den Hafen. Ich kann euch sagen, das war wirklich ein einmaliges Erlebnis. Zum einen, weil man die Chance wohl an einer Hand abzählen kann, dass man Hai tauchen geht und zum anderen, dass es wirklich das erste und letzte Mal gewesen sein wird, dass ich mit Haien tauchen gehen werde.

Ich habe hier ein paar Fotos für euch, damit ihr euch ein Bild machen könnt:


Das war das Boot mit dem wir auf hoher See auf die Haie warteten.

Der Blick vom Hafen Kleinbaai´s aus auf das weite Meer.

Der erste Hai, vergleichsweise klein, wenn man bedenkt, das der größte Hai 3 1/2m maß!

Der Käfig wurde ins Wasser gelassen.

Ein weißer Hai, der sich den Köder als Mahlzeit vorgenommen hat.

"Der will doch nur spielen". Einer der Haie entschied sich dazu den Käfig etwas zu strapazieren.

Ich hoffe ihr könnt euch etwas besser vorstellen, mit was ich an dem Tag so tun hatte.
Nun wünsche ich euch einen schönen Nachmittag!

Liebe Grüße aus Lavender Hill und bis bald,

Eure Jacqueline

Dienstag, 10. März 2015

Am Kap der guten Hoffnung

Das Kap der guten Hoffnung gehört wohl auf die "To-Do-Liste" eines jeden Südafrika Reisenden und somit brauche ich wohl nicht zu erwähnen, dass es auch bei mir ganz oben auf eben jener Liste stand.
Der erste Eindruck ist unbeschreiblich, so viel habe ich bereits über das Kap der guten Hoffnung nachgedacht und mich gefragt, wie es wohl sein wird, wenn man dort ist. Ich kann nur sagen, dass das Nature Reserve wunderschön ist und es sehr viel zu sehen gibt.
Zu Beginn wird zunächst an einem Kassenhäuschen der Eintritt gezahlt, dieser wird für die Aufrechterhaltung des Naturschutzgebietes erhoben. Wenn man den Eingang passiert liegt hinter der ersten Kurve das Kap in seiner vollen Pracht. Mit dem Wagen fährt man mehrere Kilometer durch das Naturschutzgebiet, immer weiter gerade aus, bis das "Cape Point" direkt vor einem liegt.
Ich habe mich entschieden zuerst dem kleinen Pfad auf die Spitze eines Berges zu folgen, um von dort aus die einmalige Sicht zu bewundern. Auf der Spitze des Berges befindet sich ein Leuchtturm, der dem Schiffsverkehr zur Orientierung dient, dazu muss man sagen, dass das Kap der guten Hoffnung in den vergangenen Jahrhunderten äußerst gefürchtet war bei den Seefahrern. Viele der Schiffe sanken vor der Küste Südafrikas, durch die Stürme und Felsen, welche nicht einzuschätzen waren, für die damaligen Verhältnisse.
Der Leuchtturm

Der Blick auf die Küste vom  Kap der guten Hoffnung aus
Nachdem ich einige sehr schöne Erinnerungsfotos gemacht habe, ging es auch schon den Weg herunter. Dabei hielt ich oft an, um die Umgebung und dessen Natur zu bestaunen.
Ein Teil des Pfades, von der Spitze des Berges hinunter
Am Startpunkt angelangt ging es auch gleich weiter in eine andere Richtung... Ich wollte unbedingt mehr von der Natur sehen und so spazierte ich am Kap der guten Hoffnung entlang. Ich konnte es selbst nicht fassen, ich war wirklich am Kap und ging dort meines Weges... Um dem Pfad bis zum Ziel, also das Kap der guten Hoffnung, zu folgen läuft man ungefähr zwei Stunden, wenn man zwischendurch stehen bleibt, um Bilder zu machen und die Umgebung zu genießen.
Ein kleiner Strand zwischen den Felsen
 Es war atemberaubend schön, die Natur mit ihren vielseitigen Pflanzen, den Tieren und dem einmaligen Ausblick. Ich habe dort Eidechsen, Strauße und Springböcke gesehen. Viele wunderschön blühende und heimische Blumen und natürlich den Blick auf das weite und offene Meer. Ich bin sehr froh, dort gewesen zu sein, alles gesehen und erlebt zu haben. Es war eine sehr schöne Zeit und ich kann allen Interessierten nur raten, bei einem Urlaub in Südafrika das Kap der guten Hoffnung auf jeden Fall auf dem Programm zu haben.

Der Blick vom Berg auf das Kap der guten Hoffnung
Und so bin ich ein weiteres Mal am Ende eines Erlebnisses angelangt und es bleibt mir nur noch, euch einen schönen Tag und ein eine weiterhin schöne Arbeitswoche zu wünschen.

Bis bald,

Eure Jacqueline

Freitag, 27. Februar 2015

Neues aus Kapstadt

Nach langer Stille melde ich mich mal wieder, um euch Neues zu berichten. Ich dachte mir ich fange mit einer wichtigen Neuigkeit an... Ich kann es selber kaum glauben, doch die Halbzeit habe ich bereits überschritten. Am 08. Februar 2015 waren es noch genau sechs Monate, die ich hier in Lavender Hill verbringen werde.
Die Hälfte ist bereits rum... Ist das nicht unfassbar? Die Zeit fliegt nur so dahin, ich erlebe so viel und sammle so viele neue Erfahrungen, dass es mir manchmal schwer fällt alles Erlebte richtig zu verarbeiten, denn kaum hat man das eine Abenteuer erlebt ist man auch schon mitten in einem neuen Abenteuer. Heute möchte ich euch von einem ganz besonderen Abenteuer erzählen, ich denke jeder hat schon das eine oder andere von dem "Table Mountain", auf deutsch "Tafelberg", gehört. Der Tafelberg liegt im südafrikanischen Kapstadt und prägt die Silhouette Kapstadts. Der Tafelberg ist 1087 m hoch und der höchste Punkt ist "Maclear´s Beacon", zu deutsch "Maclears Signalfeuer", am nördlichsten Punkt des Tafelberg´s. Wenn man den Tafelberg erkunden möchte gibt es verschiedenste Möglichkeiten, dies zu tun. Für die (Hohleistungs-) Sportler gibt es die Option, den Berg hoch zu klettern, vorausgesetzt man hat das notwendige Material, denn dieses wird dort nicht verliehen, sondern muss selbst mitgebracht werden. Selbstverständlich klettert man den Tafelberg auf eigene Gefahr hoch, dasselbe gilt für den "normalen" Wanderer unter uns. Es gibt unterschiedliche Stellen am Tafelberg, die es Besuchern ermöglichen, den Berg zu erklimmen. Am 11.Februar 2015 war dann der große Tag gekommen, an dem ich die Chance hatte den Tafelberg zu erkunden. Ich habe mich allerdings für die dritte Möglichkeit entschieden, die ich bis jetzt noch nicht genannt hatte. Die Möglichkeit von der ich spreche ist wohl die zeitsparendste und zugleich unsportlichste Methode, nämlich das "Cable Car" (Seilbahn). Ich habe den gemütlichsten Weg genommen und habe während der Fahrt auf die Spitze des Berges die Aussicht genießen können. Ganz ohne zu schwitzen und ohne außer Atem zu sein kam ich dort oben an. Ein Hoch auf die Technik! Ich hatte mich für diesen Weg entschieden, da zum einen die Zeit knapp bemessen war und zum anderen bin ich auch nicht der große "Wanderer", ich habe leider gar keine Freude daran einen Berg hoch zu klettern, auch nicht, wenn es der Tafelberg ist...
Auch wenn ich diese Erfahrung nicht gemacht habe, so hatte ich eine einmalige Zeit auf dem Tafelberg und konnte viele tolle Bilder machen, die mich ein leben lang daran erinnern werden, was ich an diesem Tag erleben durfte. Ich hatte eine atemberaubende Sicht auf ganz Kapstadt und die umliegenden Gebiete, auf das Meer, Robben Island, das Gefängnis, in dem Nelson Mandela viele Jahre seines Lebens als politisch Gefangener verbracht hat, und und und...
Bilder sprechen mehr als tausend Worte, deswegen habe ich euch hier ein paar mitgebracht, um eure Neugierde vielleicht etwas stillen zu können.

Ich wünsche euch alles erdenklich gute und sende euch die besten Grüße aus Lavender Hill,

Eure Jacqueline

P.S.: Ich verspreche euch, dass ihr auf den nächsten Blog Eintrag nicht so lange warten müsst, wie auf diesen!

Ein "Klippschliefer", lebt in felsigen Gebieten Afrikas

Der Blick vom Tafelberg auf Kapstadt und die Westküste Südafrikas

Der Blick auf Robben Island vom Tafelberg

Der Blick vom Tafelberg

Freitag, 19. Dezember 2014

My dear Followers and Friends,

Heute melde ich mich ein letztes Mal, bevor ich in den wohlverdienten- wie man so schön sagt, Urlaub gehe. Leider habe ich nicht die Zeit gefunden viele Einträge für Euch zu verfassen, da es wie immer unglaublich viel zu erledigen gibt in der Vorweihnachtszeit. Sowohl auf der Arbeit, in der New World Foundation, als auch privat... Hier mal ein kleiner Einblick, was so alles auf meiner "To Do Liste" stand:
Im November ging es bereits los, dass ich mich um die Vorbereitungen für unsere Christmas Parties der Programme gekümmert habe. Dafür gab es unzählige Meetings, in denen wir uns mit allen "Facillitators", sprich den Zuständigen der jeweiligen Programmen getroffen haben und uns zunächst überlegt haben, was wir planen wollen, wohin wir mit den Kindern gehen wollen. Da es in Südafrika im Dezmeber um die angenehmen 30 Grad werden, haben wir beschlossen mit den Kindern zu den so genannten "Muizenberg Pools" zu gehen. Die "Muizenberg Pools", sind eine Poolanlage direkt am Strand. Selbstverständlich kam auch die Idee auf zum Strand zu gehen, die Idee mussten wir aber schnell wieder verwerfen, da viele der Kinder nicht schwimmen können, es nicht genug Zuständige gab und die Strömung an der False Bay, wo der Indische Ozean sich befindet zu starke Strömungen aufweist, sprich es war schlichtweg ein zu großes Sicherheitsrisiko. Die "Muizenberg Pools" waren die perfekte Alternative. Alle Kinder haben den Auflug so sehr genossen und wollten am Nachmittag, als es Zeit war zu gehen, nicht wieder zurück nach Lavender Hill fahren, da alle viel lieber weiter schwimmen und spielen würden.
Zeitgleich zu der Planung unseres Ausflug am Ende des Jahres wurde auch eine Abschlussfeier geplant von unserem Aftercare, in dem es Kuchen gab und Weihnachtsgeschenke verteilt wurden. Für jedes Kind hatten wir das perfekte Geschenk gefunden, jeder weiß, wie schwer es ist, das passende Weihnachtsgeschenk für eine Person zu kaufen. Nun stellt euch bitte mal vor, wie schwer es war für 30 Kinder das passende Geschenk zu kaufen, mit einem begrenzten Budget... Es grenzt an ein Wunder, dass wir es in so kurzer Zeit geschafft haben und alle Kinder überglücklich mit ihren Geschenken waren. Das hat uns natürlich mehr als nur gefreut. Strahlende Augen, ein lachendes Gesicht, das war es, was wir sehen wollten. Es war eine wunderschöne Abschiedsfeier, die niemand von uns jemals vergessen wird.
Natürlich waren wir auch durchgehend mit den Administrativen Aufgaben beschäftigt, denn die Büroarbeit muss auch erledigt werden und zeitnah eingereicht werden. Das war mal ein kleiner Einblick, in die Aufgaben, die ich in der Vorweihnachtszeit auf der Arbeit übernommen habe, selbstverständlich kommen da noch die täglichen Programme hinzu, die den Kern unserer Arbeit ausmachen, wie gesagt, es sollte ein kleiner Einblick werden, denn wenn ich alles bis ins Detail aufzählen würde, dann würde dieser Blog Eintrag wesentlich länger ausfallen.
Nach der Arbeit ging es dann weiter, denn die Weihnachtsgeschenke für meine Freunde müssen wohl überlegt sein und die Zeit eben diese zu kaufen war äußerst knapp... Ich kann euch sagen, es ist nicht so leicht für seine Mitbewohner und Freunde Geschenke zu kaufen, wenn man mit eben jenen einkaufen geht und jede freie Minute verbringt. So gesehen haben wir viel zu tun gehabt die Geschenke voreinander zu verstecken und so gut es geht geheim zu halten.
Das ist das erste Jahr, in dem ich die Weihnachtszeit nicht mit meiner Familie verbringe und ja, es ist schwer... Man ist so weit weg, verpasst alle Rituale, das Fest der Liebe ohne die Liebsten?
Hört sich unmöglich an eine gewohnte Weihnachtszeit zu verbringen und das ist es auch! Es ist nicht möglich Weihnachten zu feiern, wie man es gewohnt ist. Aber wer sagt, dass es was schlechtes ist? Denn das ist es bestimmt nicht. Ich erlebe es gerade und auch wenn ich immer an meine Familie denke, so verbringe ich hier eine wunderschöne Weihnachtszeit in einem anderen Land, einer anderen Kultur, mit neuen Freunden. Es ist gut Neues zu erLEBEN. Man muss sich nur auf das Neue einlassen und dann wird man merken, das es zwar anders als gewohnt ist aber genau so schön. Mein Resultat: Das Fest der Liebe bleibt das Fest der Liebe, egal wo man sich auf der Welt befindet und mit wem man es feiert!
Heute ist mein letzter Arbeitstag in der New World Foundation, um elf Uhr fahren wir alle, das gesamte Personal, zur Farm und feiern dort unsere Staff Christmas Party. Ich bin schon sehr aufgeregt und voller Vorfreude. Da ich mich beeilen muss, muss ich schnell ein Ende finden.
Im Januar werde ich mich das nächste Mal melden und dann dürft ihr euch auf viele neue Einträge freuen, wie zum Beispiel über das Weihnachtsfest in Lavender Hill, den Jahreswechsel und wie wir diesen gefeiert haben, die Cango Caves, the World of Birds, und vielem mehr.
Ihr seht, es wird noch viel an Einträgen folgen, die ihr nicht verpassen solltet. Bis dahin wünsche ich euch ein frohes und besinnliches Weihnachtsfest, einen guten Rutsch ins neue Jahr und alles erdenklich Gute.

Eure Jacqueline


Unser Aftercare Programme am Tag unserer Christmas Party

Dienstag, 25. November 2014

Ausflug ins Baxter Theatre

Am Samstag, den 22.11.2014 stand der zweite Ausflug mit dem Boys und Girls Club der New World Foundation bevor. Diesesmal ging es nach Rondebosch ins Baxter Theatre, um dort das Theaterstück "Rondomskrik", ein auf Gender basierendes Theaterstück zu besuchen. Als Gender bezeichnet man die durch die Gesellschaft konstruierte oder psychologische Seite des Geschlechts einer Person, im Unterschied zu ihrem biologischen Geschlecht ("sex"). Da wir in den letzten Wochen das Thema Gender mit dem Boys und Girls Club thematisiert haben schien das Stück perfekt, für den Abschluss unserer Einheit zum Thema "Gender".
Das Theaterstück beruht auf einer wahren Begebenheit, die sich vor ca. zwei Jahren abgespielt hat. Ein junges Mädchen, welches aus sozial schwachen Verhältnissen stammte, wurde misshandelt und anschließend brutal ermordet. Die Handlung basiert auf Problemen, mit denen sich viele Familien aus den Townships tagtäglich auseinandersetzeten müssen, wie zum Beispiel der hohe Alkoholkonsum oder Armut.
Nach dem Theaterstück aßen wir noch gemeinsam Hot Dogs und redeten über das Gesehene, was sich als äußerst wichtig für die deutschen Freiwilligen herausstellte, da das Theaterstück auf Afrikaans war. Die Boys und Girls Club Teilnehmer fanden "Rondomskrik" sehr gut und haben viel aus dem Stück gelernt, das Stück rief aber auch viel unterdrücktes hervor, denn ich bin nicht der Meinung, dass sich Kinder im Alter von 12-16 Jahren über den Hintergrund der Handlung so im Klaren sind. Das meine ich in dem Sinne, dass Kinder in diesem Alter nicht immer mitbekommen, was auf den Straßen der Townships so vor sich geht, was zum Teil auch sicherlich als "Schutz" für die Kinder verschwiegen wird.
Das absolute Highlight des Tages, war allerdings das Zusammentreffen mit einer sehr berühmten Schauspielerin, die auch eine Rolle in dem Theaterstück zugeschrieben bekam. Als diese einwilligte, ein Gruppenfoto mit den Kindern zu machen, waren diese schlichtweg überwältigt.
Ich kann nur hoffen, dass die Kinder des Boys und Girls Club über diese riesige Freude nicht vergessen haben, worum es in dem Stück hauptsächlich ging.

Ich bin fest davon überzeugt, dass der Ausflug überaus lehrreich, wie auch hilfreich für die Kinder war und gewiss lange Zeit im Hinterkopf der Kinder bleiben wird.

In diesem Sinne wünsche ich allen einen schönen Tag und ganz liebe Grüße,
Eure Jacqueline

Gruppenfoto mit der Schauspielerin (bunt bedrucktes Kleid)

Gruppennfoto vor dem Baxter Theatre

Donnerstag, 30. Oktober 2014

"Wir sind dann mal Weg..."

Am Samstag, den 25.10.2014 stand unser erster Ausflug mit dem Boys und Girls Club der New World Foundation bevor.
Wir trafen uns am Samstag Morgen um 8:45 Uhr vor dem Gebäude der New World Foundation, um pünktlich um 9:00 Uhr mit den angemieteten Taxis zu dem Table Mountain National Park zu fahren. Überraschender Weise waren wir tatsächlich um Punkt 9:00 Uhr abfahrbereit... Das einzige Problem war in diesem Fall die Verspätung des dritten Taxis... Als schließlich alle Taxis da waren wurde noch schnell ein Gruppenfoto gemacht und dann ging es los Richtung Elephant´s Eye Cave, ein Teil des Table Mountain National Park´s.
Dort angekommen teilten wir die 35 Teilnehmer auf die zehn Group Leader auf, so hatte jede Gruppe seine zwei festen Ansprechpartner, die ihnen während dem gesamten Weg auf die Spitze des Elephant´s Eye Cave zur Verfügung standen.
Es war ein sehr langer und mühsamer Anstieg, doch jeder Teilnehmer und Group Leader hat den kräfte raubenden Weg hoch zum Elephant´s Eye Cave gemeistert. An unserem Ziel angelangt hatten wir erstmal eine Stunde Zeit uns auszuruhen, uns zu stärken, Bilder von der Landschaft zu machen und die Umgebung etwas zu erkunden.
Danach konzentrierten wir uns auf den Abstieg, der uns durch das Silvermine Nature Reserve hin zum Silvermine Dam führte. An dem Damm angekommen haben die Kinder es sich nicht nehmen lassen, sich etwas abzukühlen, indem sie sich mit ihren Füßen ins Wasser am Rande des Damms stellten. Nachdem alle die Erfrischung genossen haben aßen wir gemeinsam Hot Dogs, um anschließend mit den Taxis zurück nach Lavender Hill zu fahren. Um 16:30 Uhr kamen wir an der New World Foundation an, wo wir uns voneinander verabschiedeten.
Es war ein wirklich sehr, sehr anstrengender Tag, den wir trotz aller Anstrengungen in vollen Zügen genossen haben.
Gruppenfoto
Elephant´s Eye Cave
Ausblick vom Elephant´s Eye Cave

Hier noch ein kurzes Video, um euch einen kleinen Einblick in die Umgebung zu gewähren:



Ich wünsche euch einen ganz schönen Tag und auch ein wunderschönes Wochenende.
Liebe Grüße aus Kapstadt,
Eure Jacqueline

Dienstag, 21. Oktober 2014

Canal Walk Shopping Mall

Am Samstag, den 18.10.2014 war es mal wieder soweit. Zeit endlich Geld auszugeben, für viele viele schöne Dinge, die sich ein Frauenherz so wünscht. Ich würde mal behaupten, dass es die Lieblingsbeschäftigung fast jeder Frau ist shoppen zu gehen. Zumindest trifft dieses schöne Klischee voll und ganz auf mich zu, deswegen freute ich mich umso mehr, als wir anfingen unser Wochenende zu planen und das Thema "Canal Walk Shopping Center" aufkam. Ich war sofort Feuer und Flamme für diesen Vorschlag und konnte es nicht abwarten die sagen umwogende Shopping Mall zu erkunden.
Nach einer halben Stunde Fahrzeit erreichten wir den Parkplatz vom Canal Walk Shopping Center und dieser ließ mich erahnen, wie riesig die Mall ist.
Über 400 Geschäfte auf 141,000 m², das Paradies eines jeden "Shopping Liebhabers". Von Channel über Guess und Forever 21 hin zu Adidas, Puma und CO. für jeden Typ ist das Passende dabei.
Nach einem sehr erfolgreichen Tag kann ich nur sagen, dass es nicht das erste und letzte Mal war, dass ich im Canal Walk meinem "Hobby" nachgegangen bin... Ich werde ganz bald wieder in der Mall ein paar Rand (Südafrikanische Währung) ausgeben.
Abschließend bleibt nur noch die Frage, wie ich alle meine Errungenschaften in knapp zehn Monaten mit nach Hause bekomme, wenn ich nur 23kg Gepäck aufgeben darf?!
In diesem Sinne- eine schöne restliche Arbeitswoche und bis Bald.

Ganz Liebe Grüße,
Eure Jacqueline

Einfahrt zum Canal Walk
Einer der vielen Parkplätze


Hauptgebäude vom Canal Walk
Hauptgebäude vom Canal Walk
Haupteingang



Ein Gang der oberen Etage


Frozen Joghurt
Einer von vielen Fahrstühlen